Bruchstücke

 

Bruchstücke aufsammeln

Zerbrochenes lassen

Ganzheit kommt von anderswo

wird geschenkt

dem einen

dem andern nicht

kein Anspruch


Göttliche Gegenwart kommt zu uns in Gestalt von Zerbrochenheit“ (Teresa Berger)...

gebrochenes Brot,

geschenkt für euch, für euch alle,

nicht zum „Raffen“ und „Haben“


Bruchstücke.

Geht es wirklich darum, Grenzen immer weiter hinauszuschieben?

Immer mehr,

immer weiter,

immer besser,

grenzenlos scheint unser Bedürfnis,

zu leicht werden wir verführt, daran zu glauben,

dass ALLES möglich ist.

Dass es aber Grenzen gibt, die zu akzeptieren sind,

dass der Atem des Menschen - von Gott geliehen,

dass Ganzheit und Fülle

nicht im „immer mehr“, „immer weiter“, „immer besser“

zu finden ist,

sondern in den Bruchstücken unseres Lebens,

im Ankommen in der Wirklichkeit,

in der die „Wahrheit“  unseres Lebens erfahrbar wird,

das erfordert ein ständiges Umdenken.


Die durchlittene, schmerzvolle Zeit

gibt auch Bruchstücke tiefer Erkenntnis preis.

Die Augen eines alten Menschen können mitnehmen in eine andere Welt, eine Welt von tiefem Frieden - Bruchstücke von Ganzheit.

Das Blümchen, das aus einem Felsen in einer winzigen Spalte herausblüht, weist auf die Kraft hin,

die ausserhalb unseres Wollens und Könnens liegt.

Die Gebrochenheit, die Begrenztheit kann als Einbruchstor für Gottes Atem erfahren werden.

Die Frage Jesu: „Was soll ich Dir tun“ trifft die Menschen in ihrer Begrenztheit und sie erfahren Heilung.

                                                                    © ff